Führung programmieren möglich

Lässt sich Führung programmieren?

Die meisten Menschen werden wohl bei dem Gedanken zurückschrecken. Wir wollen authentisches Verhalten! Außer natürlich bei Servicekräften, Telefon-Mitarbeitern, Verkäufern, Pflegepersonal, Cholerikern, Kundendienst-Mitarbeitern, Helpdesk, Rezeption… 🙂

Warum sollte Führung nicht von Algorithmen profitieren können? Drei Gründe scheinen zunächst auf der Hand zu liegen: (1) Wir behaupten, das Thema sei zu komplex – meinen damit aber im Grunde, dass wir es noch nicht ausreichend verstanden haben. (2) Wir wollen als Führungskraft nicht irgendwann durch Automaten ersetzt werden. Ein nachvollziehbares, allerdings nicht solides Argument. (3) Es widerstrebt uns, Zwischenmenschliches „technisch“ zu betrachten. Wir möchten ja auch nicht nach Checkliste eine gute Beziehung gestalten. Nun, ja! Einige wären sicherlich dankbar für eine solche Methodik. Vermutlich wäre sie ein Verkaufsschlager, nicht wahr?

Natürlich findet wirksame Führung stets in lebendigen Beziehungen statt! Sie ist ein dynamisches, soziales Phänomen. Deshalb ist sie allerdings noch lange nicht Zufall oder Willkür. Warum vertrauen wir beispielsweise einem Aufzug (technisches System) grundsätzlicher als unseren Mitmenschen? Und sind wir nicht vielleicht in technischen Bereichen deshalb so unglaublich wirksam geworden, weil wir sie über Tausende von Jahren durch Versuch und Irrtum sowie systematisches Verstehen und Optimieren angegangen sind? Warum sollten wir nicht wenigstens mal schauen, wohin uns ein „technischer Gedanke“ – wie die Idee eines „Führungs-Algorithmus“ – im Umgang mit Führungsfragen bringt?

Wie sehen Sie das? Lohnt es sich, darüber weiter nachzudenken?

 

Führungs-Blog folgen

Wir benachrichtigten Sie, sobald der nächste Artikel erscheint.